Neue Normalität

Fortsetzung der Dystopie

Heute nicht wissen, was morgen wahr ist. Das gehört zum Wesen der Dystopie, in der wir leben. Disclaimer: Teile des Artikels könnten verunsichern. 
Jetzt noch Vertrauen in die Impfkampagne zu gewinnen, dürfte aussichtslos sein. Foto: Pixabay

Österreich geht in den kompletten Lockdown. Das ist die Nachricht des gestrigen Tages. Die Nachricht kam an einem Tag, in dem in Deutschland endlich eine Rechtskonstruktion beendet wurde, die mehr als nur leichte Bauchschmerzen verursachte hatte. Die epidemische Lage von nationaler Tragweite ist vorerst passé. Das ist die gute Nachricht, die schlechte ist, dass sich im Grunde nichts ändert.

Ein Hoax

Der Impfhoax, den man ohne jegliche Esoterik oder Verschwörungstheorie mit Fug und Recht so bezeichnen darf, wird noch immer nicht voll eingestanden. Es gibt nun einmal eine Kette von peinlichen Fakten, die deutlich früher und deutlich offener hätten kommuniziert werden müssen. Dass die Impfungen keine sterile Immunität liefern, war von Anfang an bekannt, wurde aber von offiziellen Stellen nur sehr zögerlich eingestanden. Dass die Impfungen weder vor Infektion des Geimpften noch vor Infektion anderer durch den Geimpften schützen, wurde mehr als nur zögerlich erst nach und nach eingeräumt. Jetzt zeigt sich, was sich ebenfalls früh abzeichnete, wie schnell der ohnehin nur partielle Schutz der Vakazine wegbröckelt. Dabei ist es völlig normal, dass Impfstoffe eine endliche Wirksamkeit haben. Warum sagt man das nicht sofort offen?

Ein Eingeständnis, wir haben jetzt Impfstoffe, der nicht befriedigend sein können, aber zumindest eine beschränkte Wirksamkeit haben, um die Epidemie in Grenzen zu halten, wäre aufrichtig gewesen. Seitdem man allerdings der Ansicht ist, Teile der Wahrheit könnten die Menschen verwirren, ist es offensichtlich üblich zu lügen, was das Zeug hält. Es ist keine Frage, nach diesem skandalösen Belügen der Bevölkerung noch ein breites Vertrauen in diese Impfung und diese Impfstoffe zu generieren, dürfte ein Ding der Unmöglichkeit sein.

Das Dilemma

Die Politik ist einem maximalen Dilemma. Alle Lockdowns blieben wirkungslos. Das Virus breitete sich aus. Alle Masken-, Abstands-, Lüftungs- und Kontaktregeln blieben wirkungslos. Das Virus breitete sich aus. Einzig die umstrittenen Impfungen schienen – wenn auch nur für ganz kurze Zeit – Entspannung zu bringen. Die wahlkämpfende Politik träumte einen Sommer lang. Jetzt ist ausgeträumt und weil man den Menschen eine Scheinsicherheit vorgegaukelt hat, werden genau die Menschen, die sich ach so sicher sich wägten, plötzlich Opfer des Virus, vor dem eine verlogene Politik vorgab, sie erfolgreich geschützt zu haben.

Es wäre hoch an der Zeit, einzugestehen, dass Politik nicht vor einer Virusinfektion zu schützen vermag!

Als wäre das nicht kompliziert genug, scheint es unmöglich, ein gesichertes Bild von den Zuständen auf Normal- und Intensivstationen zu erhalten. Die offiziellen Statistiken der DIVI zeigen einerseits eine stark schwindsüchtige Zahl an Intensivbetten, sie zeigen aber auch eine stabile Belegung über die beiden letzten Jahre mit gewissen Schwankungen, die jedoch zu keiner Zeit bedrohlich wirkten.

Wir werden alle sterben!

Im Gegensatz dazu sind die Berufsunken erneut fest überzeugt und tönen das in jedes Mikrophon, dass wir – je nach Grad der Unkigkeit des Betreffenden – Morgen, Mitte Dezember oder zu Weihnachten die Triage auf den Intensivstationen haben werden. Funktionäre von verschiedenen Ärzteverbänden widersprechen sich munter gegenseitig in ihrer Einschätzung. Worüber man ansonsten lachen kann, wenn nämlich drei Experten mindestens fünf Meinungen vertreten, ist angesichts einer Lage in der uns weisgemacht wird, dass Freiheitsrechte gegen Unversehrtheit an Leib und Leben aufzuwiegen sind, alles, aber nicht banal.

Gleiches gilt, will man herausfinden, wie schwer denn die Erkrankungen tatsächlich sind. Da hört man die blanken Gruselgeschichten und im selben Atemzug Abwinken, alles nur leichte Verläufe. Deutlich weniger schwere Verläufe. Plötzlich mehr schwere Verläufe bei Kindern. Ferner würde man gerne valide Daten zu echten Todesfällen in Folge einer Covid19 – Erkrankung haben. Auch da wird gemauert, was das Zeug hält.

Kollateralschäden

Last not least hat die Gesellschaft schwerste Kollateralschäden erlitten. Angefangen bei traumatisierten und depressiven Kindern, die teils schwerste Verhaltensauffälligkeiten entwickeln, über isolierte Senioren, die an Vereinsamung starben, bis zu einer gesellschaftlichen Situation, in der man den Eindruck hat, die Pandemie komme gerade recht, um ein paar ungeliebte Bürgerrechte abzuräumen und den modernen Obrigkeitsstaat einzuführen.

Wer anfängt zu dem Gesamtkomplex Corona – Sars-CoV-2 – Covid 19 zu recherchieren, kommt sich vor, als wolle er den berühmten Passierschein A 38 beantragen. Und auch das ist ein durch und durch dystopischer Zustand. Es gehört zum Charakteristikum totalitärer Staaten, die Wirklichkeit zu verschleiern und sich widersprechende Wahrheiten einfach im Raum stehen zu lassen. So kann man jeden zum Spinner und Verschwörungstheoretiker machen, der womöglich nichts anderes will, als die Wahrheit herauszufinden. Die Raffinesse, dazu seine eigene Peergroup in den sozialen Medien über einen herfallen zu lassen, macht die Sache erst recht perfide. Der Staat muss nur noch abräumen, was die asozialen Filterbubbles zertrümmert haben. Corona hat das Sozialgefüge unseres Landes schwerstens beschädigt. Die Folgen sind noch gar nicht abzusehen.

Das Wesen einer Dystopie

Und die abschließende Frage, wann Deutschland in den nächsten Lockdown geht? Morgen? Montag? Wer kann das schon wissen. Denn auch das gehört zu dieser und vielen anderen Dystopien: man erfährt im Laufe der Nacht, was am nächsten Morgen gilt, umzusetzen ist und mit ruinösen Bußgeldern versehen ist.

Der Ausweg aus der Krise läge übrigens nicht in noch mehr Repressalien sondern, das mag die Politiker jetzt verunsichern, in mehr Eigenverantwortung. Jeder Mensch hat ein gesundes Bedürfnis, sich selbst und seine Angehörigen zu schützen. Man könnte es ja mal ausprobieren. Schlimmer werden wird es sicher nicht.