Der reMarkable ein Tablet in E-Ink- Technologie

Es war eine lange Wartezeit bis er endlich da war. The reMarkable heißt das gute Stück und ist eine brandneue Entwicklung von einem norwegischen Start Up. Man konnte an eine Presale – Verfahren teilnehmen und die ersten Modelle deutlich günstiger erwerben. Die Entwicklerfirma nutze das vorab gezahlte Geld für die Entwicklung. Eine Treuhandfirma garantierte für die ordnungsgemäße Abwicklung. Lediglich der Einfuhrzoll war noch zu zahlen, was bei Auslieferung noch für eine 90 €uro- Überraschung sorgte.

Es war versprochen, die ersten Geräte im August auszuliefern. Es gab auch eine Mail, daß es am 29. August losgehen sollte, doch dann kam der Stop. Ein Bug in der Software, der noch abgestellt werden wollte.

So zog es sich hin und es war dann 23. Oktober,  als das Gerät bei mir eintraf. Klarer Fall, daß an diesem Tag nur noch der reMarkable eine Rolle spielte. Die Konfiguration war denkbar einfach. Die Startsoftware führt einen von Schritt zu Schritt. Allerdings spricht der reMarkable nur Englisch. Für ein so frisches Produkt kein Wunder und wohl auch kein Problem, denn vorerst sind es wohl nur Pioniere, die sich an die neue Technik heran trauen.


Das Besondere an diesem Tablet ist wohl der Anspruch, das neue Papier zu sein. Und in der Tat gibt das Gerät einem ein Papierfeeling. Lesen und Schreiben ist für Augen und Hände gleichermaßen angenehm. Die Oberfläche läßt sich mit den Fingern und dem mitgelieferten Stift bedienen. Schreiben und zeichnen geht nur mit dem Stift. Es stehen verschiedene drei Stiftarten zur Verfügung, die noch mal einzeln konfiguriert werden können. Es ist ein Notizbuch und Skizzenbuch, das die Vorteile eines solchen aus Papier mit der modernen Technik verbindet. Ist der reMarkable mit dem WLAN verbunden, stehen alle Notizen oder Skizzen sofort auf dem PC und dem Smartphone zur Verfügung.

Löschen, radieren und auf der Seite verschieben geht ebenso wie Ablage in verschiedenen Ordnern. Damit ist der reMarkable aber noch nicht am Ende seiner Fähigkeiten. E-Books im Epup- Format und alle Dokumente im pdf- Format stellt er ebenfalls dar. Er kann alles als pdf oder als png exportieren. Sowohl im E-Book als auch im pdf können Unterstreichungen und Anmerkungen gemacht werden. Im reMarkable nimmt man die Unterlagen zur Besprechung mit, macht Notizen und Ergänzungen, führt Protokoll und malt seine Strichmännchen gegen die Langeweile.

Es eignet sich hervorragend, um Vortragsmanuskripte im pdf- Format oder als epub mitzunehmen. Das leichte und sehr dünne Tablet liegt bequem auf jeden Lesepult. Mit den Tasten blättert es sich gut vor und zurück. Rückfragen notiert man sich gleich am Rand. Nach gut einer Woche reMarkable im Praxistest weiß ich schon jetzt, daß ich auf dieses Gerät nicht mehr verzichten will. Mit einem Preis von gegenwärtig $ 629,00 ist das keine Kleinigkeit. Doch da ist durchaus noch Spielraum. Noch hat reMarkable eine Monopolstellung im innovativen Segment E-Ink- Tablet. Das wird nicht lange so bleiben. Die Konkurrenz schläft nicht. Sony ist bereits mit dem DPTS1 auf dem Markt, liegt jedoch mit § 799 noch weit über dem norwegischen Original.

Wie das nebenstehende Bild zeigt, kann man sogar komponieren, wenn es denn kann. Jedenfalls hat es Notenlinien und alle der Musik kundigen Menschen mögen mir mein Gekritzel nachsehen. Es ging nur darum zu zeigen, daß auch das geht.

Fazit: Der reMarkable ist ein sehr innovatives Produkt. Er kann in sehr vielen Bereichen das Papier und damit auch einen Bestandteil von Chaos auf dem Schreibtisch ersetzen. Er verbindet elegant und leicht zu händeln die Vorteile von Papier mit den Vorteilen von elektronischen Geräten. Der Akku hält ca. 2 Tage, wenn man ihn so intensiv nutzt wie ich das getan habe. Beim Preis sollte noch Luft nach unten sein und eine Handschriftenerkennung wäre ein echter Gewinn. Unterm Strich ist das Gerät in jedem kreativen Büro in jedem Fall ein Gewinn. Gegenwärtig gibt reMarkable eine Lieferzeit von 2-3 Wochen an und hat eine Sonderaktion für reMarkable zu Weihnachten.

Alle weiteren Informationen, technische Spezifikationen, Prduktvideos und der Shop finden sich auf der Webseite von reMarkable.

 

 

 

 

 

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Peter Winnemöller

Journalist, Blogger
katholisch
immer neugierig
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seit einer gefühlten Ewigkeit im Internet unterwegs

(Der kleine Senator steht für meinen seit Beginn der Internetzeit verwendeten Nickname Cicero und ist ein Geschenk des Illustrators Peter Esser)

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