Hasskappen am Werk

Sie halten sich für lustig, indem sie Menschen verunglimpfen, lächerlich machen und beschimpfen. Längst hat das Magazin Titanic seinen Zenit überschritten. Von einstmals stolzen 320.000 verkauften Exemplaren sind sie bei gerade einmal noch 90.000 davon. Experten der Satireszene gehen davon aus, daß die  Onkel und Tanten der Magazinmitarbeiter noch bis siebter oder achter Ordung ein Zwangsabonnement halten müssen. Die anderen drei bis vier Leser dürften nicht so relevant sein.

Der frühere Chefredakteur gefällt sich jetzt darin, in Straßburg als Abgeordneter im Europaparlament unsere Steuergelder zu verschwenden indem er dadaistische Pseudopolitik zu betreibt. Es ist ein Zeichen des Niedergangs unserer Gesellschaft, daß Mitglieder einer selbsternannten Spaßpartei Mandate erringen können. Europa als Spielfeld für nie erwachsen gewordene Klassenclowns, sowas sprengt die Phantasie des normal denkenden Menschen. In einem Roman würde so etwas wohl durchfallen. Die Wirklichkeit ist da schon weiter. Regelmäßige „Berichte“ des „Abgeordneten“ aus Straßburg geben einen Eindruck des unterirdischen Mißbrauchs von Steuergeldern. Wenn so etwas gelesen würde, wäre das aussagekräftiger als jede Pisastudie. Auch die Rezeption von Satire, sowie die Fähigkeit, Satire von Idiotenhumor zu unterscheiden, sollte Bestandteil der Allgemeinbildung sein. Können wir das noch?

Sobald es um die Kirche geht, fällt den Hasskappen der Titanic „Redaktion“ die ohnehin nur wenig lustige Maske gänzlich vom Gesicht. Man hofft wohl mit Verunglimpfung und Beleidigung von Kirchenvertretern und/oder mit Blasphemie doch noch einen Schenkelklopfer zu landen. Wie erbärmlich! Wie lausig!

Dereinst traf es Papst Benedikt XVI. der als inkontinent dargestellt wurde. Nun hat es den verstorbenen Joachim Kardinal Meisner getroffen. Ein Bild des verstorbenen Kardinals mit der Aufschrift: Good News aus Bad Füssing / US-Drohne erwischt Haßprediger, prangt auf der Facebookseite des umstrittenen Magazins. Hier ein Screenshot

Screenshot
10.7.2017

Das soziale Netzwerk Facebook, auf dem die selbsternannten Satiriker ihr Hassbild publiziert hatten, reagierte bislang auf Meldungen nur mit dem maschinellen Hinweis, das Bild verstoße nicht gegen die Gemeinschaftsstandards. Andere, völlig harmlose, aber durchaus pointierte Karikaturen werden von dem sozialen Netzwerk sehr schnell entfernt. Man denkt sich seinen Teil. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz gilt offensichtlich ohnehin nur partiell.

Völlig unabhängig davon, daß hier ein verdienter Kardinal der römischen Kirche und herausragender Bischof von Köln posthum geschmäht wird, was für sich schon eine Unverschämtheit ist, zeigt der unreife Kindergarten, der sich bei Titanic großspurig als „Redaktion“ bezeichnet, auch hier wieder deutliche Defizite im Hinblick auf einen sozialverträglichen Umgang unter kultivierter Menschen.

De mortuis nil nisi bene. Das gilt unter reifen Menschen mit Kultur grundsätzlich. Ganz gleich, was man vom Verstorbenen zu Lebzeiten dachte.

Die Unkultur und das dramatisch schlechte Benehmen der Titanic Mitarbeiter wurde hier nur wieder einmal erneut unter Beweis gestellt.

Schon in der Vergangenheit zeigte sich, daß Versuche strafrechtlicher Verfolgung ähnlicher Aktionen mit unterirdischem Niveau keine Aussicht auf Erfolg zeigen. Es soll uns nicht stören, da wir als Christen um eine weitere und sehr viel weiter gehende Gerechtigkeit wissen. Wir sind friedlich und können es bleiben. Wir bleiben es auch, wenn wir uns mit kräftigen Worten zu wehren wissen. Die unreifen Klassenclowns von Titanic interessieren ohnehin nur sehr am Rande.

Ganz gleich, welche Entgleisungen man sich seitens der Titanic gegen die Kirche und ihre Vertreter noch leisten wird, meine Verachtung für den Haufen kann nicht weiter steigen. Deswegen sei denen mit diesem Rant gesagt:  Ihr widert mich an! Ich finde Euch zum Kotzen!

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Peter Winnemöller

Journalist, Blogger
katholisch
immer neugierig
Leseratte
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(Der kleine Senator steht für meinen seit Beginn der Internetzeit verwendeten Nickname Cicero und ist ein Geschenk des Illustrators Peter Esser)

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