Like-Button auf Webseiten – ein Urteil und seine Konsequenzen

blog_paragrafenHeute wurde ein Urteil bekannt, nach dem die klassischen Teilenbuttons rechtswidrig sind. (Nachlesen.)

Soweit das Problem. Bei den herkömmlichen Buttons wurden Daten an Facebook, Twitter und Co. gesendet, ganz gleich ob der Leser der Seite Mitglied im jeweiligen Sozialen Netzwerk ist oder nicht. Gleich auch, ob man eingeloggt ist oder nicht. Die normale Datenschutzerklärung reicht dafür nicht aus, obwohl es ja drin steht.

Nun, das ist wieder mal so eine Sache von Juristen. Juristen machen die Gesetze in den jeweiligen Ministerien. Juristen beraten die Abgeordneten in den Parlamenten. Juristen legen die Gesetze aus und klagen als Anwälte, verteidigen als Anwälte und Urteilen als Richter. Juristen beraten und informieren die Betroffenen über die Folgen der Richterentscheidungen. Das ist jetzt die Millionenstelsekunde, in der ich bedauere kein Buddhist zu sein, denn sonst stünde es jetzt fest: Im nächsten Leben werde ich Jurist! Millionstelsekunde vorbei. Der Himmel braucht keine Juristen. Zurück in die Wirklichkeit.

Wir Blogger, Seitenbetreiber etc. haben das also jetzt an der Backe.

Nun gibt es nichts intelligenteres als Netze, denn schon längst hatte man geahnt, daß auch die 2-Klick-Methode für Teilenbuttons nicht dem deutschen Datenschutz genügen wird. Die Lösung lautet Shariff. Mit dieser Methode werden bei Aufruf einer Seite keine Daten an die Betreiber der Sozialen Medien übermittelt. Mithin sollte diese Methode ausreichen. Unter diesem Beitrag sieht man schon die neuen Buttons. Für WordPress gibt es derzeit zwei Plugins, die die Shariff- Methode anwenden: Shariff for WordPress und Shariff Wrapper.

Allen Bloggern, die Worpress verwenden wird damit hinreichend geholfen sein. Die Einrichtung ist problemlos, es hat bei mir Shariff Wrapper auf Anhieb funktioniert.

 


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Peter Winnemöller

Journalist, Blogger
katholisch
immer neugierig
Leseratte
seit einer gefühlten Ewigkeit im Internet unterwegs

(Der kleine Senator steht für meinen seit Beginn der Internetzeit verwendeten Nickname Cicero und ist ein Geschenk des Illustrators Peter Esser)