Albert Hammond rockt Paderborn

Vor dem Konzert

Vor dem Konzert

Ein Weltstar in Paderborn. So oft kommt das nicht vor. Bei seinem gestrigen Konzert in Paderborn begeisterte Albert Hammond sein Publikum in einer ausverkauften Paderhalle.
Bereits am frühen Abend meldete er sich per Twitter:

Viele Megahits der vergangenen 50 Jahre stammen aus der Feder von Albert Hammond. In den 70er Jahren macht er zusätzlich noch Karriere mit Hits wie „It never rains in Southern California“ und „Free Electric Band“. Als Songwriter wurde er 2008 in die Hall of Fame aufgenommen. Queen Elisabeth zeichnete ihn mit dem „Order of the British Empire“ aus. Seit 2013 ist er mit seiner „Songbook- Tournee“ auf Reisen. Es ist eine Zeitreise durch die Geschichte der Rock- und Popmusik. Viele Hits, die er für Whitney Houston, Tina Turner, Joe Cocker oder Julio Iglesias geschrieben hat, interpretiert er jetzt selbst. Man merkt ihm die Freude an.

Albert Hammond in Paderborn

Albert Hammond in Paderborn

Das Publikum hat er von Anfang an im Griff. Die Menschen in den Reihen wippen und klatschen zu seinen Liedern. Zwischendurch erzählt er kleine Anekdoten rund um seine Hits. Welche Freude es für ihn ist, wenn ein Lied ein Hit wird, glaubt man dem Sänger sofort. Wenn ein Hit mit einem anderen Interpreten Jahre später noch mal ein Hit wird, freue ihn das ganz besonders. Und wenn dies ein drittes mal gelinge, lies Brite sein Publikum wissen, dann freue das seine Frau. So geht es weiter, den ganzen Abend hindurch gibt er immer wieder mal einen Einblick wie, wo und unter welchen Umständen ein Lied entstanden ist. So brachte er für „All the Girls I loved before“ den Playboy Julio Iglesias und den Cowboy Willie Nelson zusammen. Beim Vortrag dieses Liedes konnte er selber kaum ernst bleiben.  

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Albert Hammond 50 Jahre Welthits in einer Person

In der Hauptsache begeisterte der inzwischen 71- jährige sein Publikum mit seinen Hits und seiner Energie, mit der er über die Bühne fetzte. Manch jüngerer Sänger kann sich daran ein Beispiel nehmen. Ein Hit reihte sich an den nächsten. Mit „One Moment in Time“, das er für die unvergessliche Whitney Housten geschrieben hatte, erreichte das Konzert einen ersten Höhepunkt. Und gleich sein offizielles Ende. Von der Bühne lassen wollte ihn das Publikum deshalb noch lange nicht. Stehender Applaus forderte den Künstler zu einer Zugabe, die er nur zu gerne gab. Man sah Albert Hammond seine Freude an, auf der Bühne zu stehen. Und so folgte eine großzüge Zugabe, in der dann auch endlich Südkalifornien und der Superhit „Free Electric Band“. Damit war jedes Halten im Publikum endgültig vorbei stehend, tanzend zappelnd folgten seine Fans den Liedern. Man fühlte sich in die 70er zurückversetzt. Als Teenager hatte man auf der Klassenparty schon dazu getanzt. Und doch hatte auch das Konzert von Albert Hammond in Paderborn ein Ende. „The Air that I breathe“, ein Lied, das er für die Hollies geschrieben hatte, natürlich auch ein Welthit, machte den stimmungsvollen Abschluß. Dann mußte er sich von seinem Publikum losreißen. Es fiel ihm sichtlich schwer. Auch auf Twitter verabschiedete sich der Star in der Nacht noch einmal von seinem Paderborner Publikum.

Man kann dem nicht widersprechen. Es war ein wirklich großes Konzert.

„God bless you!“, rief er seinem Publikum in der Paderhalle zum Abschied zu.

God bless you, Albert Hammond.

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Peter Winnemöller

Journalist, Blogger
katholisch
immer neugierig
Leseratte
seit einer gefühlten Ewigkeit im Internet unterwegs

(Der kleine Senator steht für meinen seit Beginn der Internetzeit verwendeten Nickname Cicero und ist ein Geschenk des Illustrators Peter Esser)

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