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Heute vormittag ist ein neues Projekt online gegangen. Unter der Domain disputata.de ist die Seite zu erreichen.

Für dieses Projekt hat sich ein Team zusammen gefunden, das ein Debattenmagazin ins Leben gerufen hat.

Es sollen ganz unterschiedliche Autoren zu Wort kommen und zu verschiedensten Themen schreiben. Zunächst enthält die Seite die Rubriken Gesellschaft, Christ in der Welt, Politik, Feuilleton und Wirtschaft.

Auch die disputata ist so ein Anfang, dem ein Zauber inne wohnt. Die Vorbereitung und der Start der Seite waren mit vielen Überlegungen und Gedanken verbunden. Natürlich ist es ein Experiment und ein Wagnis, ein solches Projekt auf die Beine zu stellen. So lange die Seite sozusagen unter dem Radar der veröffentlichten Meinung fliegt, ist alles ganz unproblematisch. Was aber geschieht, wenn unser neues Debattenmagazin wirklich mal in eine Debatte spürbar eingreift?

Die Debattenkultur im Land ist eher mäßig. Wird es Anfeindungen geben? Sicherlich, das ist nicht die Frage. Werden wir mit den Anfeindungen fertig werden? Das ist, wie ich glaube, die weitaus größere Frage.

Doch lassen wir mal die disputata, d.h. das Team für sich sprechen:

Wir leben in bewegten und bewegenden Zeiten. Wirtschaftskrise, Euro-Rettung, religiöser Fanatismus, Nationalinteressen, Ressourcenverteilung, Wirtschaftsinteressen, Kriege, Wirtschaftssanktionen, Terrorismus, Rassismus und Flüchtlingsströme sind nur einige der Fährnisse des Lebens, die uns alle derzeit beinahe täglich mehr oder weniger herausfordern. Zeitung, Fernsehen, Radio und Soziale Medien quellen über von Beiträgen, die uns die Geschehnisse und die Welt erklären wollen.

Man sollte meinen, die Menschen seien gut informiert. In etwas ruhigeren Zeiten schienen die Informationen ausreichend. Doch seit geraumer Zeit ist spürbar, dass viele Menschen sich durch die Auswahl der Themen und die Art der Berichterstattung alteingesessener Medienunternehmen nicht mehr wirklich informiert fühlen. Sie hadern auch oft mit der Einordnung des Geschehens durch deren Redaktionen. Rückmeldungen in den Kommentarbereichen der Online-Auftritte und Leserbriefe zeigen eine große Entfremdung zwischen Rezipienten und vielen Medienschaffende.

Besonders betroffen sind da offenbar Mitmenschen, die man früher in einem großen gesellschaftlichen Spektrum zwischen aufgeklärtem Bürgertum, liberalen Intellektuellen bis tief hinein in eine bodenständigen Konservativismus zusammengefasst finden konnte. Viele dieser Menschen fühlen sich in der veröffentlichten Meinung in keiner Weise mehr vertreten.

Durch das Internet haben die Bürger inzwischen ein gutes Instrument, mit dem sie sich über das herkömmliche Medienspektrum hinaus fundiert und ungefiltert informieren können. Dennoch fehlt es oft an Menschen, die Denkanstöße und Interpretationshilfen bieten. Es fehlt den bürgerlichen und konservativen Lesern und Hörern schlicht jemand, der die Fülle an Informationen von einer ähnlichen Lebenswirklichkeit aus betrachtet, wie sie das zuhause leben und der diese Informationen kanalisiert, analysiert und interpretiert.

Diese Fachleute sind zwar selten, aber es gibt sie. Und unsere Autoren, die mit ihren klugen Gedanken, ihren streitbaren Kommentaren, ihrer ruhigen und fundierten Analysen hier schreiben, bieten eine gewinnbringende Alternative zu dem Einheitsbrei veröffentlichter Meinung an.

Wir wollen einige solcher Menschen zusammenbringen und sie im Internet gebündelt den suchenden Mitmenschen als inspirierende und streitbare Stimme in der Wüste einheitlicher medialer Beschallung anbieten. Wir haben ein Portal aus der Taufe gehoben, auf dem wir diese Autoren gebündelt zu Wort kommen lassen wollen.

So steht es in einer Selbstbeschreibung der Seite. Es ist mein Wunsch, daß es gelingen kann, ein solches Projekt erfolgreich zu führen. Erfolgreich heißt in diesem Fall, wirklich an einem Diskurs zur Meinungsbildung teilzunehmen. Derzeit gibt es insbesondere im Internet eine Reihe von Projekten, die den Versuch wagen, die Lufthoheit über die Veröffentlichte Meinung zu durchbrechen. Nun kann man fragen, warum wir uns da nicht lieber anschließen. Der Grund ist denkbar einfach. Konkurrenz belebt das Geschäft und wenn ich an das Portal denke, daß uns ein wenig beeinflußt hat, uns aber auch den Mut gemacht hat, das Projekt anzufangen, dann packt mich echter Respekt, im allerbesten Sinne. Wir orientieren uns an einem Riesen. Aber warum sollte man den Besten nacheifern wollen?

 

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Peter Winnemöller

Journalist, Blogger
katholisch
immer neugierig
Leseratte
seit einer gefühlten Ewigkeit im Internet unterwegs

(Der kleine Senator steht für meinen seit Beginn der Internetzeit verwendeten Nickname Cicero und ist ein Geschenk des Illustrators Peter Esser)

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